Am 2. März bekamen wir in unserem Seminar den Besuch vom Schriftsteller Matthias Zschokke, Autor von „Maurice mit Huhn“. Dieses Buch hatten wir im Seminar gelesen und viel darüber diskutiert. Auf dem ersten Blick schien mir Matthias Zschokke sehr professionell und ruhig. Er kam mir wie ein bedächtiger Mensch vor, der sich über vieles in Ruhe Gedanken macht, was man in seinem Buch auch merken konnte. Er schien ein wenig nervös zu sein, was mich zu erst überraschte. Ich dachte als Schriftsteller ist man gewohnt vor vielen Menschen zu reden und zu lesen, aber ich schätze als Schriftsteller fühlen sich manche wohler beim Schreiben vor einem einsamen Blatt.
Wir durften nach einer kurzen Lesung so viele, diverse Fragen wie möglich stellen. Viele interessierten sich näher für seine Bücher, die Übersetzung und das Schreibvorgehen von dieser. Was mich aber am meisten interessierte war warum er überhaupt mit dem Schreiben angefangen hatte, ob es einen bestimmten Ereignis gab, das ihn dazu motiviert hatte.
Er erklärte, dass er früher Schauspieler werden wollte und dass er zusammen mit dem Regisseur die Texte schreiben musste für die Theaterstücken. Das Schauspielern war aber überhaupt nicht für ihn, sein Platz war nicht auf der Bühne (dies könnte seine Nervosität bei der Lesung erklären) sondern dahinter. Er war es Leid „total blöde Texte“ auswendig zu lernen und vorzuführen, und so begann er selber zu schreiben. Matthias hat das Schreiben lieben lernen. Er mag es sich in einem Raum nur mit Tisch und Stuhl einzusperren ohne Telefon und alleine nachzudenken und zu schreiben. Niemand will was von ihm, er muss sich nur um sich selbst und seine Gedanken kümmern. Er macht es gern.
Diese Frage „warum schreiben?“ kann von jedem Schriftsteller oder Mensch, der für sich selbst schreibt anders beantwortet werden. Manchmal gibt es tiefe Gründe, manchmal ist es nur Zufall, dass man mit dem Schreiben begonnen hat, aber eines ist immer gleich bei jedem, sie machen es alle für ihr Leben gern.
Félicia Römer
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